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SSRQ ZH NF I/2/1 198-1

Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, I. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Zürich. Neue Folge. Erster Teil: Die Stadtrechte von Zürich und Winterthur. Zweite Reihe: Die Rechtsquellen der Stadt Winterthur. Band 1: Die Rechtsquellen der Stadt Winterthur I, von Bettina Fürderer

Zitation: SSRQ ZH NF I/2/1 198-1

Lizenz: CC BY-NC-SA

Verordnung über die Instandsetzung baufälliger Häuser in Winterthur

1504 November 18.

Beide Räte der Stadt Winterthur ordnen an, dass der Kleine Rat jederzeit baufällige Häuser besichtigen, die Besitzer zur Instandsetzung veranlassen und andernfalls die Häuser beschlagnahmen oder jemandem zur Durchführung der Baumassnahmen übergeben kann. In einem Nachtrag wird vermerkt, dass den Hausbesitzern eine Frist dafür gesetzt werden soll. Lassen sie diese ohne stichhaltige Gründe verstreichen, soll der Rat das Haus beschlagnahmen.

  • Signatur: STAW B 2/6, S. 198 (Eintrag 1)
  • Originaldatierung: 1504 November 18
  • Überlieferung: Eintrag
  • Beschreibstoff: Papier
  • Format B × H (cm): 24.0 × 33.0
  • Sprache: Deutsch
  • Schreiber: Konrad Landenberg

Schultheiss und Rat von WinterthurOrt: Organisation: hatten bereits 1313 eine Kommission mit baupolizeilichen Kompetenzen eingesetzt (SSRQ ZH NF I/2/1 11-1). Zur Instandsetzung ihrer baufälligen Häuser wurden beispielsweise im Jahr 1523 die Bürger JoachimPerson: und Rudolf von Rappenstein genannt MötteliPerson: unter Androhung der Beschlagnahmung der Gebäude aufgefordert, um die Nachbarn vor allfälligen Schäden zu bewahren (STAW B 4/2, fol. 3r).

Editionstext

Coram beiden raͤtenOrganisation: , uff mentag
vor KatharinePerson: , anno etcAbkürzung iiijto
Originaldatierung: 18.11.1504

habend beid raͤtOrganisation: sich underredt von denAuffällige Schreibung boͤser hu̍ser
wēgen, wie unnd woͤlcher gstalt die in wesenlich bu̍w
gehalten unnd in bu̍w gepracht werden soͤllen, also, das
die cleinen raͤteOrganisation: ye zuͦ ziten die boͤserAuffällige Schreibung hu̍ser ordenlich besichtigen
unnd gwalt haben soͤllen, mit den inhaber der hu̍ser ze verschaffen, ire hu̍ser noturftlich ze buwen. Woͤlcher aber dar in
ungehorsam sin, so mag ein cleiner rāteOrganisation: soͤlch huse
zuͦ der statt handen nēmen oder einem andern ledenklich
u̍bergeben, die soͤlch bu̍w volbringen. a

Anmerkungen

  1. Hinzufügung auf Zeilenhöhe von späterer Hand von : Doch sol solichs denen,
    die soͤlich bose husereUnsichere Lesungb habent, in eine zit zuͦ buwen gesagtUnsichere Lesungc werden.
    Und wenn die zit verschint und einer nit redliche ursach anzoͤigt sins
    under wegen laussens, sol alsdan solich hus zuͦ eines ratzOrganisation: , wie obstat, zuͦ hdhanden gengenomen
    werden.